Sie hat folgende Hauptabmessungen:
Länder über alles: 71,50 m
Breite über alles 15,11 m
Konstruktionstiefe: 5,25 m
Es wird eine Geschwindigkeit von 16 kn mit einer Leistung von 4 x 1655 kW erreicht. Je zwei Motoren sind über Getriebe auf zwei in Düsen laufenden Verstellpropeller gekuppelt. Ausreichende Manövrierfähigkeit wird durch zwei Hochleistungsflossenrudern und einem 1130 kW Bugstrahlruder erreicht. Die Schleppleistung wies bei Abnahme des Schiffes einen Pfahlzug von 110 t auf. Der im achteren Decksbereich montierte Kran hat bei 13 m Ausladung eine Tragfähigkeit von etwa 12 t. Die Mellum fährt mit 16 Mann Besatzung im 24-h Betrieb. Vorratsergänzug und Besatzungswechsel werden einmal wöchentlich vorgenommen.
Die Mellum als Modell
Das Modell, im Maßstab 1:75 erstand in ca. 5.000 Stunden ausschließlich nach Bauunterlagen der Firma Sievers und Bildern, die ich mit freundlicher Genehmigung des WSA Wilhelmshaven, vor Ort machen durfte. Der Rumpf wurde aus GFK (Glasfaserkunststoff) gefertigt. Dazu wurde zunächst ein Spantengerüst erstellt. Die Zwischenräume zwischen den Spanten wurden mit Schaumstoff ausgefüllt und dem Spantengerüst angepasst. Anschließend wurde die Oberfläche mit Kunststoffspachtel geglättet, geschliffen und lackiert. Die so entstandene Form war, nach dem Auftragen mehrer Schichten Trennwachs, der Ausgangspunkt für die Bearbeitung mit GFK zur Erstellung einer Negativform. Nach Abschluss dieser Arbeit, konnte ich aus der so entstandenen Form den eigentlichen Modellrumpf formen.
Danach konnte mit dem Einbau der Antriebsmotoren, des Bugstrahlruders, der Schiffsschrauben, des Steuerservos und der Fernsteuerung begonnen werden. Um eine Funktionsprüfung vornehmen zu können, wurde die Badewanne „geflutet“. Bei dem so erarbeiteten Probelauf wurden keine Beanstandungen festgestellt und das Hauptdeck konnte montiert werden.
Den Aufbau stellt ich aus ABS Kunststoff her. Neben ABS wurde zur Fertigung des Modells auch Messing sowohl als Rundmaterial für Relingsdurchzüge als auch Profilmaterial für diverser Aufbau und Ausrüstungsdetaills verwendet.
Eine der schwierigsten Arbeiten war das Lackieren. Nicht nur das alle Kleinteile einzeln lackiert werden mussten, war es erforderlich, zur Farbtrennung, Abklebarbeiten und Abdeckungen vorzunehmen. Das war deshalb schwierig, weil an machen Stellen nicht viel Platz zur Verfügung stand und der Farbnebel auch in kleinste Lücken eindringt.
Fazit: Das Modell hat mir einiges an Modellbaufähigkeiten abverlangt. Ich glaube aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.



