Vermessungsschiff "Norderney"
Das Vermessungsschiff Norderney wurde im Jahre 1975 in Dienst gestellt und gehört zum Wasser und Schifffahrt Amt Emden. (WSA)
Von der Jadewerft in Wilhelmshaven gebaut, trat das 31,45m lange und 7,68m breite Schiff seinen Arbeitsraum im Bereich der Ostfriesischen Inseln zwischen Borkum und Minseneroog an. Seine Aufgaben bezogen sich auf Gewässervermessungen im Wattbereich. Ihre leistungsstarke Peiljolle "Juist" mit einem Tiefgang von nur 60cm übernahm dabei die Vermessungsarbeiten im Flachgewässer.
1984 wurde die Norderney mit einem Bugstrahlruder ausgestattet. Ein weiterer großer Umbau erfolgte im Jahr 1993. Dabei erhielt sie einen Bootsdavit zur Aufnahme der Peiljolle. Der bis dahin an der Backbordseite befindliche Kran wurde ausgebaut. Der nächste, und bis heute letzte Umbau erfolgte im Jahr 2005. Hierbei wurden die beiden Hauptmaschinen MWM RHS 518 durch MTU Dieselmaschinen ersetzt. Soweit zu den wichtigsten Daten und Abmessungen.
Der Bausatz
Für Modellbauer wurde die Norderney b ca. 1980 interessant. In diesem Zeittraum entwickelte die Firma Robbe den Bausatz und brachte ihn auf den Markt. Zu der Zeit hatte das Vermessungsschiff noch auf der Backbordseite seinen Kran.
Der Modellbau
Anlässlich der Modellbauausstellung "Zamma" (Ruhrgebietsplatt und bedeutet: "zeig mal was Du gebaut hast") meines Vereines, dem SMC Oberhausen bekam ich von einem Besucher das angefangene Modell der Norderney geschenkt. Die begonnenen Bauversuche waren aber so schlecht, dass ich mich entschloss, alle bis dahin begonnenen Bauversuche abzureißen und komplett neu aufzubauen. Es blieb nur der tiefgezogene Rumpf der Firma Robbe übrig. Gleichzeitig sollten aber alle, bis dahin ausgeführten Umbauten des Originalschiffes berücksichtigt und im Modell verwirklicht werden. Die dafür erforderlichen Pläne erhielt ich freundlicher Weise vom WSA Emden. Meine Bitte um einen Fototermin an Bord der Norderney wurde durch den Schiffsführer am 14.02.2012 entsprochen. Diesen Termin nahm ich gerne wahr und fuhr nach Emden, wo sie zu Wartungsarbeiten im Hafen des WSA lag. An Bord wurde ich freundlich begrüßt und man erlaubte mir, mich völlig frei zu bewegen und zu fotografieren. Das Angebot nutzte ich ausgiebig. Dabei entstanden ca. 200 Bilder. Viele davon sind Detaillaufnahmen von Ausrüstungen des Schiffes. Im abschließenden Gespräch bekam ich die Möglichkeit, weitere Originalpläne zu kopieren. Auch diese Arbeit übernahm das WSA kostenlos. Dabei handelte es sich um Pläne der Davitanlage, der Peiljolle, des Hauptmastes und des Spantenrisses. So ausgestattet trat ich meine Heimreise an und begann mit dem Modellbau.
Am 26.07.2012, nach der Fertigstellung des Modells konnte ich mich mit einer CD über den Bauverlauf beim WSA Emden für die freundliche Unterstützung bedanken.







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